In Bodø haben wir uns in den drei Tagen nach unserer Ankunft um Anori gekümmert: ein paar Wartungsarbeiten, eine gründliche Reinigung – und wir warteten auf ein Ersatzteilpaket, das sich Zeit ließ. Parallel liefen unsere Anfragen für einen Winterliegeplatz. Nach Absagen aus Tromsø und Finnsnes konnten wir schließlich in Bodø einen Platz von September bis April sichern. Gut erreichbar ist die Stadt ohnehin, und für Anori haben wir eine zuverlässige Betreuung während unserer Abwesenheit.
Einziger Haken: Bodø ist windanfällig. Winterstürme aus Südost können ordentlich durch den Hafen pfeifen.
Seit Anfang August ist das Wetter umgeschlagen, der Bilderbuchsommer scheint vorbei zu sein.
Nachdem in Bodø alles geregelt war, segeln wir mit einem Zwischenstopp in Kjerringøy nach Sørvågen auf den Lofoten. Die Überfahrt über den Vestfjord zeigt zwei Gesichter: In den ersten Stunden kaum Wind, die See zwischen Inseln und Felsen chaotisch, die Segel schlagen. Doch sobald wir freies Wasser erreichen, beruhigt sich das Bild – und wir bekommen überraschend gute Segelbedingungen. Entgegen unserer ursprünglichen Route von Nord nach Süd steuern wir wegen der Windrichtung den südlichen Teil der Lofoten an.
In Sørvågen machen wir am ersten Tag einen Spaziergang nach Å und hinein in den Lofotodden-Nationalpark. Am zweiten Tag folgen wir mit den Fahrrädern der Straße nach Reine und Hamnøya. Wir sind froh, Sørvågen als Basis gewählt zu haben: ruhig genug, um durchzuatmen, nah genug, um die touristischen „Highlights“ zu besuchen – und uns bei Bedarf wieder in den kleinen Hafen zurückzuziehen.
Von Sørvågen geht es weiter nach Ballstad. Dort wandern wir auf den Nonstinden, 450 Meter hoch, mit weitem Blick bei noch schönem Wetter über Berge und See. Kaum zurück an Bord sind, setzt der Regen ein.
Nächste Station: Henningsvær. Wir machen am Gästesteg des Fiskekrogen fest – eine Wahl, die wir nachts bereuen – auch wenn das Abendessen wirklich gut war. Bis zu 30 Knoten Wind lassen die Stegkonstruktion lärmen und schwanken, an erholsamen Schlaf ist kaum zu denken und wir sind froh, dass Alles hält. Am nächsten Tag erkunden wir die Insel, laufen über den berühmten Fußballplatz und besuchen die KaviarFactory, eine private Galerie.
Weiter geht’s nach Kabelvåg, wo wir die Lofoten-Kathedrale besichtigen, um den Stor-Kongsvatnet wandern und das Lofotenmuseum in Storvågan besuchen. Danach segeln wir nach Skrova, das mit wunderschönen weißen Stränden besticht**. Insgesamt hat sich das Wetter in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert, doch wir hatten meist Glück mit unseren Wanderungen.
Von Skrova aus unternehmen wir nun den letzten Schlag der Saison zurück nach Bodø. Der Sommer ist Mitte August ganz klar vorbei in Nordnorwegen, sodass wir unseren Winterliegeplatz bereits einnehmen.












































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