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Vorbereitung auf den Winter in Bodø

Nach einem kurzen Abstecher nach Deutschland begannen wir in Bodø mit den Vorbereitungen für die Winterpause – und nutzten die Zeit für einige Ausflüge und kleinere Wanderungen rund um die Stadt.

Unsere erste Tour führte uns auf den 366 Meter hohen Keiservarden, den Hausberg von Bodø. Von oben lag die Stadt wie auf einer Karte vor uns, und die herbstlich klare Luft machte den Blick über Meer und Berge besonders eindrucksvoll.

Parallel dazu startete die eigentliche Winterarbeit an Anori. Zuerst füllten wir den Dieseltank randvoll, um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Danach waren die Vorsegel dran: trocknen, abschlagen, verstauen. Der Motor erhielt ein komplettes Servicepaket – Ölwechsel, neue Öl- und Kraftstofffilter, dazu Impeller und Keilriemen.

Anschließend kümmerten wir uns um alle Systeme, die Frost nicht leiden konnten. Der Seewasserkreislauf von Motor und Generator wurde mit Frostschutz befüllt, ebenso die gesamte Trinkwasseranlage. Der Wassermacher wurde konserviert. Für alles, was auf dem Boot nicht überwintern sollte, mieteten wir einen trockenen, frostfreien Lagerraum: Vorsegel, empfindliche Vorräte, Kleidung und andere Dinge wanderten vorübergehend dorthin, damit sie gut durch die kalten und dunklen Monate kommen. Und unser Dinghy wurde per Kran (!) aus dem Wasser geholt und ebenfalls eingelagert.

Für den Transport unserer Ausrüstung hatten wir für zwei Tage ein Auto gemietet – und verbanden das Praktische mit dem Angenehmen. Wir fuhren zum Saltstraumen, um den stärksten Gezeitenstrom der Welt aus nächster Nähe zu erleben. Außerdem ging es noch einmal nach Kjerringøy, diesmal mit genügend Zeit, um das historische Handelsmuseum ausführlich zu besuchen. Bei unserem letzten Stopp mit Anori auf dem Weg zu den Lofoten war die Öffnungszeit zu knapp gewesen.

Vor dem Abflug nach Deutschland besuchen wir noch die alte Festung in Bodø und genießen an den schönen Tagen die Umgebung. Am 16. September flogen wir zurück nach Deutschland. Anori lassen wir schweren Herzens aber in guten Händen zurück. Wenn alles gut läuft, wollen wir Mitte April 2026 wieder aufbrechen – bereit, den hohen Norden weiter zu erkunden.

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