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Der holprige Start in unser Sabbatical

Zeitraum: 5. - 14. Juni 2023   Distanz: 296 sm

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Der Plan war klar: Klaus hatte mit seiner Firma ein dreimonatiges Sabbatical vom 1. Juni bis zum 31. August 2023 vereinbart. Diese Zeit wollten wir nutzen, um im Uhrzeigersinn eine Ostseerunde zu segeln. Anori sollte dabei unser Zuhause auf Zeit sein – als erster realistischer Test, wie sich dieser Lebensstil für uns anfühlt.

Wie so oft bei größeren Projekten kam es anders. Die Refit-Arbeiten in der Werft verzögerten sich erheblich – offenbar ein Naturgesetz. Für ausgiebige Testfahrten vor der Abreise blieb keine Zeit. Am Samstag, dem 3. Juni, fuhren wir nach dem Winter erstmals wieder hinaus, tankten voll und segelten ein paar Meilen in der Lübecker Bucht. Am Montag sollte es dann richtig losgehen.

Bei wenig Wind legten wir um 7:15 Uhr ab, setzten gegen 8:00 Uhr die Segel und schalteten den Motor aus. Routine. Bei der anschließenden Kontrolle im Motorraum dann die Ernüchterung: Der Motor verlor deutlich Kühlflüssigkeit. Segel wieder runter, Kühlflüssigkeit nachgefüllt, unter Maschine zurück in die Werft. Um 10:05 Uhr lagen wir wieder fest. Die Ursache war schnell gefunden: nicht ausreichend angezogene Schellen an den Kühlschläuchen. Die Werft brachte alles in Ordnung.

Da wir kein zweites Mal auslaufen wollten, fuhren wir stattdessen auf den Golfplatz und spielten eine Runde. Golf war für diese Reise fest eingeplant – aber ganz sicher nicht als Auftakt.

Am nächsten Tag gelang dann der Start wie vorgesehen. Wir segelten nach Gedser, legten dort einen kurzen Übernachtungsstopp ein und fuhren weiter nach Klintholm auf der Insel Møn. Von dort aus machten wir eine Radtour zu den Kreidefelsen von Møns Klint: lange Holztreppen hinunter zum Wasser, eine Wanderung am Meer entlang und über eine weitere Treppe wieder hinauf. Insgesamt rund 500 Stufen. Danach folgte eine ausgedehnte Radtour über die landschaftlich schöne Insel.

Unser nächstes Ziel war Ljunghusen bei Falsterbo. Wir blieben zwei Tage um einen Sturm abzuwettern, kümmerten uns um Anori und spielten eine Runde im Flommens Golfclub. Danach ging es für eine Übernachtung weiter nach Skillinge.

Auf diesem Schlag zeigte sich, was uns vor der Abfahrt gefehlt hatte: echtes Testsegeln. Der neue Autopilot fiel aus, die Druckwasserpumpe und der Inverter setzten zeitweise ebenfalls aus. Technisch wurde die Reise nun zu dem Probebetrieb, der eigentlich vor dem Start hätte stattfinden sollen. Immerhin: Das Wetter spielte mit, auch wenn der Wind direkt von vorne kam und wir kreuzen mussten.

Mit dem Ersatzautopiloten erreichten wir am nächsten Tag Karlskrona. Dort legten wir einen Hafentag ein, machten eine kleine Radtour, erledigten einige Besorgungen und ließen die ersten Tage Revue passieren. Diese Reise begann anders als geplant, aber Schritt für Schritt haben wir unseren Rhythmus gefunden.

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